Johannes Truschnigg - SRE & DevOps


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Eintrag von 2008-06-23

Kurztipp: Lüfter regeln mit fancontrol


Beim Basteln am HTPC-System meiner Eltern vergangenes Wochenende war ich mit dem Problem konfrontiert, dass der verbaute CPU-Kühler, ein Artic Cooling 64LP, für meinen Geschmack deutlich zu laut drehende Lüfter aufweist. Eigentlich wollte ich das Gerät schon für knapp 25 Euro gegen einen hoffentlich leiseres des Mitbewerbs tauschen, habe aber dann doch evaluiert, ob es nicht auch eine Möglichkeit gibt, den ziemlich primitiven "QFan"-Drehzahlkontrollroutinen des verwendeten ASUS-Mainboards unter die Arme zu greifen. Und ja, tatsächlich:

Das Programmpaket lm_sensors bringt nicht nur die altbekannten Komponenten zum Überwachden der Temperatursensoren im System mit, sondern auch die Fähigkeit, sogenannte PWM-Fans zu regeln. Nachdem das Programm sensors_detect mir die Verwendeung der Module "k8temp" und "it87" nahegelegt hatte, war das Setup-Utility pwmconfig auch schon in der Lage, die Spannung des Hauptlüfters zu regeln, und diesen nahezu lautlos zu schalten.
Das Konfigurationsfile /etc/fancontrol wurde netterweise gleich automagisch durch das oben angeführte Programm generiert, und alsbald ich die für mein Motherboard notwendigen Module zum automatischen Laden während des Systemstarts vermerkt hatte, musste ich nur noch das (bei Gentoo mit lm_sensors ausgelieferte) Initscript /etc/init.d/fancontrol starten (und in die gewuenschten Runlevels eintragen), um den nervigsten Lüfter im System fortan nur noch bei CPU-Temperaturen über 60°C wahrnehmen zu können.

Wer lieber ohne Initscript arbeitet, kann auch einfach via Aufruf des Programms fancontrol das entsprechende Konfigurationsfile nutzen, um die Geräuschkulisse in PC-Nähe nahezu nach Belieben zu gestalten.

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