Johannes Truschnigg - SRE & DevOps


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Eintrag von 2008-05-10

Kurztipp: S-Video-Out mit RandR 1.2


Im Zuge der Heimkino-Installation bei meinen Eltern habe ich nach vielen Jahren wieder einmal mit PC-TV-Out herumexperimentiert - hauptsächlich deshalb, weil mir beim Abbau der alten Anlage ein lange verlorengeglaubter SCART->S-Video/Cinch-Adapter in die Hände gefallen ist.

Diese Gelegenheit habe ich gleich dazu genutzt um mein altgedientes Thinkpad T40 an den (nun in meinem alten Zimmer stehenden) Röhren-TV zu bringen, was dank der noch recht jungen Verbesserungen im RandR-Framework des Xorg-Server erstaunlich einfach zu bewältigen war:

Nach einer kurzen Analyse der Ausgabe von `xrandr` stand fest, dass mein primärer LCD-Schirm den Bezeichner "LVDS" trägt, und die S-Video-Buchse des Thinkpads "S-Video". Letztere generiert keine Events beim Einstecken eines Kabels, und der Treiber pollt auch nicht, ob sich an der Buchse etwas tut. Deswegen muss man manuell nachhelfen:

$ xrandr --output S-video --set load_detection 1
$ xrandr --output S-video --auto

Dies aktiviert den S-Video-Ausgang, und schon hat man ein Bild auf dem TV-Gerät! Da (zumindest mein) S-Video-Out nur 800x600 Bildpunkte unterstützt, ist im voreingestellten Clone-Modus nur ein Teilbereich des vollen Desktops (bei mir 1024x768) zu sehen. Wenn man ohnehin nur am der Ausgabe am TV interessiert ist, empfiehlt es sich, via `xrandr` die Auflösung am primären Output auf die des S-Video-Outputs zu reduzieren - und schon man lebt diesbezüglich sorgenfrei.

Dem Videogenuss auf dem großen Schirm stand dann nur noch eines im Weg: mein Video-Adapter (Radeon 7500 Mobility) hat nur ein Overlay (wie die meisten mir bekannten Consumer-Karten bzw. -Adapter), und dieses ist mit dem LCD assoziiert. Möchte man bswp. mit `mplayer` Videos auf dem TV-Gerät ausgeben, so bietet sich als einfachste Lösung das Wechseln des video outputs (Kommandozeilenoption "-vo") an: `mplayer -vo gl2 $videodatei` genügt, um bunte bewegte Bilder auf dem Fernseher tanzen zu lassen (DRI und GLX mit OpenGL 2.x-kompatiblen Treibern vorausgesetzt).

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